Bali - welcome to a new world and to my asian experience

Hallo ihr Lieben,
und grüße aus einer neuen Zeitzone. Ab sofort bin ich euch nämlich wieder voraus ;-)

Von Kapstadt habe ich mich auf den Weg richtig Bali gemacht. Hört sich einfach an, war aber ein echter Höllenritt. Nicht nur aufgrund der langen Flugzeiten, auch aufrund der kleinen Problemchen am Ende des Flugs... Von Kapstadt bin ich erstmal rund 9,5 h nach Dubai geflogen. Meine Sitznachbarin auf diesem Flug war ein nettes Mädel aus Kapstadt, welche einen Geschäftstermin in Zürich hatte. Somit hatte ich ein wirklich nettes Gespräch mit vielen Infos zu Bali und zudem und einen Kontakt in Kapstadt (für meinen nächsten Besuch :-) Dann ging es nach rund 3 h Wartezeit nach Bali. Soweit, so gut. Nach rund 9 h und einem wirklich tollen Gespräch mit meinen Sitznachbarn Astrid und Pit aus Stade bei Hamburg hat der Kapitän dann zum Landeanflug angesetzt aber so richtig runter wollte er den großen Flieger nicht lassen. Hintergrund war ein starkes Gewitter über Bali, was auch einfach nicht wegziehen wollte. Und aufgrund der nur noch sehr geringen Menge an Treibstoff musste der Pilot dann nach Suadeck fliegen. Na super. Was heißt das genau für mich? Wirkliche Infos gab es für uns nicht. Gelandet in Suadeck die gleichen ratlosen Blicke. Wie geht es weiter? Zunächst die Standard-Aussage, dass wir aussteigen müssten. Nach minutenlangem Warten kam aber dann die Infos, dass wir "eben" tanken und dann direkt nach Bali fliegen werden. "Eben" ist gut, 1,5 h standen wir da, bis der Zapfhahn endlich abgezogen werden konnte. Wir hatten somit genug Spritt um ein paar Stunden über Bali zu kreisen bis wir runter gehen könnten... Glücklicherweise mussten wir aber keine Kreise mehr ziehen und konnten direkt zum Landeanflug ansetzen, das Gewitter war zu diesem Zeitpunkt ein bisschen weiter gezogen. Mit rund 5 h Verspätung hieß es dann, "Hallo Bali, hallo Asien" :-)

Die Frage war allerdings, ob mein Fahrer, den ich bei meiner AirBnb-Unterkunft dazu gebucht habe, noch da war. Schließlich hatte der Flieger 5 h Verspätung. Glücklicherweise stand er brav am Ausgang, tot müde (es war mittlerweile 3:00 Uhr) aber glücklich, dass ich den Weg nach Bali doch noch gefunden hab ;-) Somit ging es dann ab zu meiner AirBnB-Wohnung in Ungasan und aufgrund der Uhrzeit auch schnell ins Bettchen.

Am anderen Morgen konnte ich die Schönheit meiner Unterkunft erst richtig betrachten. Ich hatte neben meinem schönen Einzelzimmer mit komfortablen Bett (zum ersten Mal nach gut 3 Monaten wieder ein Einzelzimmer!!!) einen schönen Wohn- und Essbereich und eine traumhafte Terrasse mit Pool. Und das für 12 € die Nacht. Nicht schlecht :-)
meine Küche
Küche und Esstisch
Terrasse mit Pool und Gartenmöbeln
mein Pool :-)
Leider habe ich ein bisschen zu lange geschlafen und daher war der halbe Tag schon um. Um noch ein bisschen was von der Insel zu sehen und um vor allem noch Steffi und Michael (Steffi ist eine Freundin von meiner Freundin Caro und wir haben zufällig erfahren, dass wir zur gleichen Zeit auf Bali sind) zu treffen, dessen Flug am späten Nachmittag ging, habe ich mir einen Roller gemietet. Dabei habe ich allerdings vergessen, dass ich ja noch nie in meinem Leben Roller gefahren bin. Doch – einmal. Das landete nach wenigen Sekunden im Fahrradständer und daher zähle ich das nicht dazu. Gut, dass ich diese Geschichte aber erst wieder präsent hatte, als ich mit dem Roller huckelig angefahren bin. Da ich mich noch mit Steffi treffen wollte, war es aber ein Point of no Return. Ich musste los. Die ersten Meter waren holprig, die nächsten waren besser aber dann der Schock. Verkehrschaos. Großer Kreisverkehr, Linksverkehr und ich. 10 Minuten hab ich gebraucht um rein zu kommen, weil mir die Lücken zu klein waren. Im Gegensatz zu anderen Straßenverkehrsteilnehmern, die einfach losgefahren sind. Nach gut einer Stunde und vielen lustigen Szenen bin ich dann am Hotel von Steffi angekommen. Am Strand haben wir noch nett gequatscht und ein Bierchen getrunken und ich habe mir etwas gegessen, eh ich wieder die Heimreise angetreten bin. Ich wollte vor Sonnenuntergang zurück sein – eine Nachtfahrt bei dem Chaos wollte ich mir am ersten Tag noch ersparen ;-) Ich hab mich auf dem Rückweg dann einfach treiben lassen und tatsächlich ohne Navi mein Haus inmitten der Pampa von Ungasan wiedergefunden :-)
Steffi, Michael und ich am Beach in Kuta
Am nächsten Morgen bin ich früh aufgestanden, um die Südinsel mit meinem motorisierten Untersatz zu erkunden. Also habe ich mich nach einem kleinen Frühstück in das Abenteuer gestürzt. Ohne Navi, nur ein Startpunkt und los. Ich wollte mich einfach treiben lassen, interessanten Leuten hinterherfahren und da anhalten, wo es mir gefällt. Erster Stop Nusa Dua, toller Fleck, viele Tempel und ein wunderschöner Strand. Hier bin ich ein wenig auf der Nusa Dua Penisula Island spazieren gegangen und habe das Leben genossen. In diesem Moment ist mir auch klar geworden, dass ich mit Betreten von Indonesien auch alle 6 bewohnten Kontinente besucht hab. Es war ein tolles Gefühl diese Tatsache zu realisieren :-) (Nachtrag: Israel ist auch Asien – daher hab ich das eigentlich schon bei Ankunft in Quito, Ecuador, Südamerika erreicht - in Afrika war ich mal mit Mareike (Tunesien) ;-) Dann ging es auch wieder auf meinen fahrbaren Untersatz und in Richtung – ja…. Ich bin einfach gefahren… und wurde in kleinen Ecken zum Teil echt perplex angeschaut :-D Von verlassenen Orten, tollen Aussichtspunkten, Tempeln, zu einsamen Stränden und hektische Städtchen. Ich habe alles auf der Südinsel mitgenommen. Spontan habe ich auch den Tempel von Uluwatu "Pura Luhr" gefunden, den ich eigentlich erst zu Sonnenuntergang ansteuern wollte. Da ich aber schon einmal da war hab ich dann einfach mal die kleine Besichtigung vorgezogen. Zunächst habe ich traditionell indonesisch gespeist bevor ich mich dann ein wenig vermummt in den Tempelbereich bewegt habe. Der Tempel in Uluwatu ist besonders, da dieser im 6. Jahrhundert erbaut wurde und zudem als Wassertempel gilt. Der Name hängt mit seiner Lage zusammen, die einzigartig an einer Klippe ist und somit zu wunderschönen Fotos einlädt. Und zudem ist dieser Fleck für Sonnenuntergängen sehr beliebt. Beim herumlaufen und erkunden werde ich dann von einem Pärchen angesprochen. Und da fiel mir alles aus den Augen. Dieses Pärchen hatte ich zusammen mit Kristin und Anja an der argentinisch-brasilianischen Grenze getroffen. Wir haben zusammen auf den Bus gewartet und sind somit ins Gespräch gekommen. Und jetzt treffe ich die beiden auf Bali in einem Tempel wieder. Wahnsinn. Unglaublich. Da sieht man mal, wie klein die Welt doch ist. Nummern oder Facebook haben wir nicht ausgetauscht. Wenn das Schicksal es so will, treffen wir uns irgendwo in Südostasien wieder. Und dann haben wir festgelegt, ein Bier zusammen zu trinken ;-)
Ich auf meinem Roller - vorschriftsmäßig mit Helm ;-)
der Strand von Nusa Dua Penisula Island
Nusa Dua Penisula Island
Nusa Dua Penisula Island - 6 Kontinente :-)
Elefanten wo das Auge hinsieht
Nyang-Nyang Beach - Aussicht von der Paragliding Start- und Landefläche
Nyang-Nyang Beach - Paragliding Station und somit eine Garantie für eine tolle Aussicht
mein traditionelles indionesisches Mittagessen: Capcay
Wassertempel in Uluwatu
Aussicht rund um den Wassertempel in Uluwatu
Wassertempel in Uluwatu
Wassertempel in Uluwatu
Wassertempel in Uluwatu
Aussicht vom Wassertempel in Uluwatu
Wassertempel in Uluwatu
Vor allem die einsame Bucht in Bingin war einfach der Hammer. Ich war alleine an diesem tollen Fleck. Hingekommen bin ich mal wieder durch womögliches falsches Abbiegen und dem Vertrauen am Ende einer langen holprigen Straße, dass das Grafitti „Beach“ auch tatsächlich Beach bedeutet. Nach vielen Treppenstufen und laufen durch einen Wald (mit Affen) bin ich dann in dieser Grotte herausgekommen. Traumhaft schön. Und dieser Fleck komplett für mich alleine. Dann war das Ziel Dreamland Beach, welches ich aber eher zufällig erreicht habe. Auf meinem Weg dahin habe ich ein paar Surfer gesehen, die mit ihrem Roller wohl richtig Strand unterwegs waren. Und da ich ein bisschen Surfern zuschauen wollte, bin ich denen einfach gefolgt. Nach einer etwas längeren, aber schönen Panorama-Strecke bin ich dann am Dreamland Beach angekommen und habe mir dort neben der tollen Aussicht erstmal ein Maiskölbchen gegönnt :-) Auf dem Rückweg habe ich mich ein bisschen Verfahren und bin daher ein einer wirklich besonderen Stelle vorbei gefahren. Einem Fleck Erde, an dem mehrere Gedenkstädte der verschiedenen Religionen nebeneinander waren. Der Name Puja Mandala. Der Tempel des Hinduismus Jagatnatha, die Moschee Ibnu Batutah, der buddhistische Tempel Budhina Guna, die katholische Kirche Bunda Maria Segala Bangsa und die evangelische Kirche Jemaat Bukit Doa stehen dort direkt nebeneinander und bieten den Gläubigen unterschiedlicher Religionen eine gemeinsame Anlaufstelle.
einsame Bucht nähe Bingin
einsame Bucht nähe Bingin
einsame Bucht nähe Bingin
ein Strandhaus in der einsamen Bucht nähe Bingin
Dreamland Beach
der Tempel des Hinduismus Jagatnatha
der Tempel des Hinduismus Jagatnatha
der Tempel des Hinduismus Jagatnatha
der Tempel des Hinduismus Jagatnatha
der Tempel des Hinduismus Jagatnatha
der Tempel des Hinduismus Jagatnatha
die Moschee Ibnu Batutah
der buddhistische Tempel Budhina Guna
Dann bin ich auch wieder zurück zum Hostel gefahren. Auf dem Weg hab ich an der Straße gehalten, um etwas zu essen. Ein sehr freundlicher Mann hat mir versucht, was zu erklären, was ich aber nicht verstanden hab. Ich hab aber trotzdem ja dazu gesagt und war gespannt, was ich denn wohl zu essen serviert bekommen würde. Während der Zubereitungszeit wurde ich als Fotomodel missbraucht und habe mit Sohn und Tochter des Besitzers diverse Selfies gemacht. Die hatten wohl noch nicht so häufig weiße Haut gesehen bzw. anfassen können. Zu Essen gab es dann Hähnchenspieße in einer würzigen Erdnuss-Marinade. Sehr sehr lecker :-)
ich glaub es wurden mehr als 20 Fotos gemacht, einzeln, zusammen, stehend, sitzend... oh man...
Am anderen Tag hatte ich eigentlich eine Tour in den Norden geplant aber der Guide hatte keine Zeit. Somit musste ich dieses Vorhaben um einen Tag nach hinten verschieben. Nach etwas längerem Schlafenszeit und meinem geliebten Müsli-/Obst-/Milch-Frühstück habe ich mich im gewohnten Stil wieder auf meine Rennmaschine gesetzt und bin richtig Norden der Südinsel getuckert. Ich hatte kein Ziel, der Weg ist das Ziel. Und somit bin ich vorbei an wunderschönen Stränden von Jimbaran und durch kleine Einkaufsgassen von Kuta gefahren und habe die wunderschöne Aussicht genossen. Dazu musste ich natürlich noch ein wenig auf den Verkehr achten. Ich bin jetzt mittlerweile im Einheimischen-Status und fahre genau so bekloppt wie die. Aber es hilft. Ich komme von A nach B, in die Lücken und stehe nicht mehr minutenlang an Abbiegungen. Ich fahre einfach, ob rechts, links oder im Slalom an den Autos vorbei. Notfalls über die rechte Spur (hier ist Linksverkehr ;-) Wurde sogar schon von anderen Touristen auf den Weg angesprochen - denn ich würde so fahren als wenn ich mich auskenne :-D 
Jimbaran Beach
Jimbaran Beach
Jimbaran Beach
Dann habe ich ein bisschen in den Geschäften gestöbert, was aber weniger spannend war. Es gab überall das gleiche und zudem ist der Platz in meinem Rucksack limitiert und auch mein Rücken dankt mir täglich, dass ich nicht noch mehr Gewicht in den Rucksack stecke. Da es mal wieder > 35 Grad mit einer wirklich fiesen Luftfeuchtigkeit war, bin ich dann an den Strand von Kuta gegangen. Dort wurde ich direkt auf ein Surfbrett angesprochen. Gute Idee – Sachen dafür habe ich mit und ich wollte doch eigentlich sogar die Zeit auf Bali nur zum surfen nutzen. Durch die vielen spannenden Ecken bin ich dazu aber noch nicht gekommen. Somit hab ich dann fix mein heißes Surfer-Outfit angezogen und mich in die Wellen gestürzt (meinen Rucksack habe ich dem Jungen von dem Verleih anvertraut). Die Wellen waren wirklich toll und mir hat das Surfen wieder echt Spaß gemacht. Ich war wieder angefixt für weitere Surfaktivitäten :-) Anschließend bin ich an einen Strandabschnitt gefahren, den ich morgens schon entdeckt hatte und der sich wunderbar für ein Mittag/Nachmittags-Essen direkt am Meer eignete. Somit habe ich mich dort mal richtig kulinarisch indonesisch verwöhnen lassen (die Küche ist soooo lecker, und gesund. das war ja das Problem in Mittel- und Südamerika - da wars lecker aber fettig…). Auf dem Rückweg habe ich mich ein wenig verfahren und somit die Umgebung noch ein wenig genossen und Tempel besichtigt. Aufrund des großen Umwegs war ich sehr spät im Hostel und die geplante Dusche vor dem Sonnenuntergang musste verschoben werden. Geplant war ein Sonnenuntergang am Uluwatu-Tempel, geworden ist es ein Sonnenuntergang am Dreamland Beach auf einer Klippe. Ich kannte diese Stelle nicht, bin aber mal wieder anderen Leuten hinterher gefahren, die so aussahen, als hätten Sie einen Geheimtipp für mich. Und der Fleck war einfach wunderschön und mit nur ganz wenigen Menschen inmitten eines der größten Touristengebiete auf Bali.
leckeres Essen am Jimbaran Beach
Jimbaran Beach
Jimbaran Beach
Jimbaran Beach
Sonnenuntergang auf Klippen vom Dreamland Beach
Sonnenuntergang auf Klippen vom Dreamland Beach
Sonnenuntergang auf Klippen vom Dreamland Beach
auf dem Weg zurück zum Haus, der Himmel war bunt vom Sonnenuntergang :-)
Am anderen Morgen stand pünktlich mein Fahrer vor der Haustür. Ich habe nämlich eine kleine Tour geplant und auf Bali ist es ganz einfach, einen eigenen Fahrer zu buchen. Der wird nach Stunden bezahlt und fährt, wenn gewünscht, dich quer über die Insel. Und da der Verkehr auf Bali eine Vollkatastrophe ist, habe ich diesen Dienst in Anspruch genommen. Roller fahren ja, aber bei dem Verkehr möchte ich nicht mit dem Auto unterwegs sein. Ich weiß ja wie ich Roller fahre.... ;-) Der Fahrer hat das Auto des Besitzers genommen und auf ging es in das Abenteuer Roadtrip Bali. Nicht ganz... Beim öffnen der Beifahrertür kamen mir leider tausende von Ameisen entgegen. Schon beim Scheibe freiräumen habe ich mir die Frage gestellt, wann dieser fahrbare Untersatz wohl das letzte Mal benutzt wurde. Aber nachdem ich da einen komplette Ameisenkolonie im Türrahmen des Autos angefunden hab, muss das schon einiges her sein. Igitt. Somit haben der Hauswächter und mein Fahrer rund 45 Minuten damit verbracht, giftige Gase zu sprühen und Handtuchhiebe auf die Tiere zu verteilen. Letztendlich mussten wir feststellen, dass die Tiere wohl schon in der Tür leben und somit war das Ziel, die Ausgangslöcher (u.a. Türöffner, Scheibe, Ablage) so zu vergiften, das jedes Tier, was zwar den Weg nach draußen findet, direkt an den Folgen einer Vergasung stirbt (hier würde sich so ein lustiger Spruch eignen den ich aber aus moralischen Gründen mir einfach mal verkneife...) Und das hat dann soweit auch funktioniert - der Fußraum wurde allerdings zum Ameisenfriedhof...

Somit ging es nach rund einstündiger Verspätung los gen Norden, genau genommen Richtung Ubud. Nach rund 1,5 h sind wir am Monkey Forrest rausgekommen und da konnte ich mich in Ruhe umschauen. Naja, in Ruhe ist gut. Es war brüllend heiß und die Suppe lief mir aus allen Poren. Dazu langsame asiatische Weltmitbürger und ich ich habe diesen Park nicht wirklich genossen. Landschaftlich war er wirklich schön, aber da auch Affen nicht unbedingt zu meinen Lieblingstierchen gehören, bin ich dann auch relativ schnell wieder raus. Und rein in den klimatisierten Van :-D
Monkey Forrest - Affe vorm Tempel
Monkey Forrest
Monkey Forrest Regenwald
Monkey Forrest
Monkey Forrest
Dann habe ich mich zur Innenstadt und zum Art Market fahren lassen. Die Sonne knallte leider immer mehr, dass ich somit beschlossen hatte, modisch dekorativ mit Handtuch um den Hals zu laufen. Selbst die Einheimischen hatten zu kämpfen aber gefühlt war ich die einzige, die aussah wie eine Fontaine :-D Der Art Market war mehr eine lange Straße ausschließlich mit Souvenir-Buden und ein Bild habe ich auch nicht gefunden. Aber ein kleiner Holz-Budda ist jetzt als Souvenir in meinem Backpack verstaut :-)

Dann bin ich zu meinem Fahrer wieder ins Auto gesprungen und wir haben uns auf dem Weg zu den Tegallalang Reis Terrassen nördlich von Ubud gemacht. Hier habe ich mit bei tollem Ausblick erstmal ein Mittagessen gegönnt - indonesische Küche natürlich - und mich dann ein bisschen zu Fuß durch die Terrassen gemacht. Die Hitze hat mich aber von einer großen Wanderung abgehalten, somit wollte ich schnell wieder zurück zu meinem Fahrer. Doch dieser war nicht wie abgesprochen im Cafe, sondern unauffindbar. Nach ungelogen 50 Minuten Straße auf- und Straße runter habe ich endlich den Van gefunden hinter einer langen Kurve gefunden - und meinen Fahrer. Der schlief und hat somit voll vergessen, mich abzuholen. Na super...
Kreisverkehrdekoration ;-)
Tegallalang Reis Terrassen
mein Blick vom Mittagessen auf die Tegallalang Reis Terrassen
Tegallalang Reis Terrassen
Tegallalang Reis Terrassen
Tegallalang Reis Terrassen
Tegallalang Reis Terrassen
Tegallalang Reis Terrassen
Auf ging es dann auch zum letzten Stop dieses Tages, der Goa Gajah Elephant Cave. Jaaa... was soll ich sagen. Ist ne Höhle, dessen Eingang ein Elefantenkopf ist und darin ist eine kleine Ecke mit Opfergaben. Hat sich jetzt nicht soooo gelohnt muss ich sagen. Habe mir dann noch den anderen "Tempel" auf dem Gelände angeschaut, damit ich nicht nach 3 Minuten wieder raus bin (hab schließlich dafür bezahlt ;-) und da wurde ich von einem was auch immer an eine Gedenkstätte gezogen. Er hat mit mir gebetet, Weihwasser über mich und meinen Körper verteilt und dann mir eine Blume ins Haar gesteckt. Und eh ich überhaupt realisiert hab, was eigentlich gerade passiert, war der hektische Mann schon fertig und zeigte auf einen Schein, den er jetzt haben möchte. 50.000 Rand - das sind gut 4 € - für balinesische Umstände ist das echt ne Menge Geld. Und ich stand da. Ich bin gerade in einem heiligen Tempel, da kann ich schlecht wegrennen. Aber 50.000... das war schon ne Menge. Glücklicherweise hatte ich noch einen 20.000er Schein in der Hosentasche und habe ihm diesen gegeben mit der Pantomime, dass ich nicht mehr Geld dabei habe. Jetzt kann man mich als geizig betrachten oder auch nicht, aber ich fand es einfach dreist. Wenn ich bewusst eine Zeremonie eingehen würde, dann bin ich auch gerne bereit Geld zu geben. Aber ich hatte ja schneller das Weihwasser im Gesicht als ich gucken konnte....
Goa Gajah Elephant Cave
Goa Gajah Elephant Cave
Goa Gajah Elephant Cave
Goa Gajah Elephant Cave
Goa Gajah Elephant Cave
Opfergaben an der Goa Gajah Elephant Cave
Weg zur Goa Gajah Elephant Cave
Geplant war zum Abschluss der Sonnenuntergang am Tanah Lot, der aber aufgrund einer kurzfristig aufgezogener Schlechtwetterfront abgesagt werden musste. Somit ging es nach einer rund 9-stündigen Tour wieder zurück zu meiner Wohnung in Ungasan. Abends im Haus habe ich 2 Jungs kennengelernt, die soeben eingecheckt haben. Und mit den jungen Bübchen (18 Jahre) habe ich viel über meine Reise gesprochen und Tipps für Australien verteilt. Das ist deren Ziel für 1 Jahr Work & Travel. Zudem haben die Jungs sich spontan für meine Tour am Folgetag angeschlossen (für mich heißt das somit Kosten durch 3 und somit eine große Ersparnis). 

Am anderen Morgen durfte ich die beiden Burschen aber erstmal wecken. Abfahrt und somit Zahlbeginn war um 7:00 Uhr. Um 6:50 Uhr hat sich aus dem Zimmer aber noch nichts bewegt, so durfte Mama Sandra erstmal ihre Schäfchen wecken und ein bisschen Feuer unter dem Hintern machen. Auf dem Zettel stand eine sehr lange Fahrt und das Ziel war der Sonnenuntergang am Tempel Tanah Lot - und der wartet bekanntlich nicht auf uns. Somit ging es dann um 7:15 Uhr los ins Abenteuer. Weit sind wir allerdings nicht gekommen. Die Jungs hatten Hunger somit war der nächste Supermarkt die erste Anlaufstelle. Gut, aber dann ging es endlich los. Erste Station der Besakih Tempel, der größte und älteste Tempel auf Bali. Man vermutet, dass dieser ca. im 8. Jahrhundert erbaut wurde. Aus diesem Grund wird der Tempel auch als Muttertempel bezeichnet und ist eins der bedeutendsten Heiligtümer des Hinduismus. Die gesamte Anlage besteht aus über 200 Tempeln, wovon ein Teil privat ist und über Generationen weiter vererbt wird. Angekommen am Tempel wurden wir mit der freudigen Botschaft empfangen, dass es Neumond sei und dies ganz besonders von den Hindus zelebriert wurde. In den Tempel rein ging es somit nur mit so einem Tempel-Menschen (glauben wir ihm einfach mal und gehen nicht von einer Touristen-Abzocke aus ;-), da wir aufpassen müssen wo wir uns aufgrund der Feierlichkeiten aufhalten. Und das was uns da gezeigt wurde war einzigartig. Ich hab ja meinen Kopf schon in den ein oder anderen Tempel gesteckt aber das war etwas ganz anderes. Größer, intensiver und beeindruckender. Dazu die Zeremonie, die uns so nah wie nie mit dieser Religion in Berührung bringen konnte.
Vollmondzeremonie im Besakih Tempel
Vollmondzeremonie im Besakih Tempel
Vollmondzeremonie im Besakih Tempel
Besakih Tempel
Besakih Tempel
Besakih Tempel
Besakih Tempel
Vollmondzeremonie im Besakih Tempel
Vollmondzeremonie im Besakih Tempel
Besakih Tempel
unser Guide im Besakih Tempel
das Symbol des Hinduismus 
Vollmondzeremonie im Besakih Tempel
Wer es noch nicht wusste: Der Hinduismus ist der Ursprung des von Hitler missbrauchten Hakenkreuzes (im Hinduismus und Buddhismus Swastika genannt). Dieses Symbol soll ca. 10.000 v.Ch. entstanden sein und stellt ein religiöses Glückssymbol dar.
Hakenkreuze am  Besakih Tempel
Danach ging es zum Lake Batur, einem schönen Fleckchen inmitten der Insel Bali. Der dazugehörige Vulkan Batur ist noch aktiv und kann täglich zum Sonnenaufgang bestiegen werden. War eigentlich mein Plan, passte aber leider nicht in meinen Zeitplan. Somit haben wir uns den schönen See einmal aus der Entfernung angeschaut.
Lake Batur
Lake Batur
Lake Batur
Anschließend ging es weiter zum UNESCO Weltkulturerbe den Reisterrassen Jatiluwih. Aufgrund der katastrophalen Wetterlage (da kam ein Wasser runter, unvorstellbar...) und dem damit verbundenen Schneckentempo blieb zur Besichtigung allerdings nicht mehr viel Zeit, da der Sonnenuntergang gewartet hat. Aber die Fahrt durch die Reisfelder und den Dschungel waren einfach besonders und die kurze Fotoseccion war für diesen Fleck auch ausreichend.
Neumondzeromonie mitten auf der Straße
Neumondzeromonie mitten auf der Straße
Reisterrassen Jatiluwih
Reisterrassen Jatiluwih
Reisterrassen Jatiluwih
Reisterrassen Jatiluwih
Reisterrassen Jatiluwih
Angekommen am Tempel Tanah Lot war leider das Wetter noch nicht wirklich überragend. Es war trocken aber leider konnten wir das einzigartige Schauspiel des Sonnenuntergangs nicht am Tempel bestaunen. Somit habe ich mich ein wenig umgesehen und die wirklich tolle Atmosphäre genossen :-)
Tanah Lot bei Sonnenuntergang (leider war es bewölkt)
Tanah Lot bei Sonnenuntergang (leider war es bewölkt)
Tanah Lot bei Sonnenuntergang (leider war es bewölkt)
Tanah Lot bei Sonnenuntergang (leider war es bewölkt)
Tanah Lot bei Sonnenuntergang (leider war es bewölkt)
Tanah Lot bei Sonnenuntergang (leider war es bewölkt)
überall auf Bali findet man diese Schilder. Bali ist beim Tsunami verschont geblieben und sieht als Grund die Religion an. Der Hinduismus hat als Ritual Opfergaben, welche die Menschen täglich für die Götter bereitstellen - auch am Meer...
Am letzten Tag habe ich erstmal ein bisschen länger geschlafen, da ich relativ spät ins Bett gekommen bin. Hab noch lange Fotos sortiert und an meinem Blog geschrieben ;-) Dann musste ich leider ein bisschen auf meinen Roller warten. Aufgrund der Touren an den beiden Vortagen habe ich den erstmal zurückgegeben, um die Tage nicht zahlen zu müssen. Als ich dann meinen motorisierten Untersatz hatte ging es direkt los Richtung Kuta. Ich wollte den Tag nutzen, um mich ein bisschen in die Wellen zu stürzen. Somit habe ich mir für 2 h ein Surfbrett ausgeliehen und habe ein bisschen an meiner Technik gearbeitet. Zum Ende der Zeit zog sich der Himmel ziemlich zu und ich konnte den Regen in Richtung Stand kommen sehen. Da ich den schlagartigen Regen auf Bali am Vortag kennengelernt habe war mir klar, dass ich gaaaanz schneeelll nach Hause musste. Mit dem Roller wäre das mein Tod gewesen - der Regen hätte mich einfach weggespült. Somit bin ich Kammikaze richtig Haus, hab mich aber mehr verfahren als alles andere aber bin dann glücklicherweise noch trocken am Haus angekommen. Dort habe ich ein wenig im Pool relaxt (der Regen ist nicht so weit gekommen) und mir dabei ein Bierchen gegönnt. Abend hieß es dann packen und den letzten Krams organisieren, bevor ich dann meine letzte Nacht in meiner schönen Wohnung verbracht habe.

Und dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Abschied von meiner Wohnung, Abschied aber auch von Indonesien bzw. Bali. Ich bin zwiegespalten was diesen Zwischenstop angeht. Auf der einen Seite fand ich Bali wirklich faszinierend. Diesen Mix aus Natur, Kultur und Religion. Diese einzigartigen Tempel und traumhaft schönen Strände. Auf der anderen Seite war es alles sehr hektisch, ungemütlich und dreckig. Natürlich hatte ich hohe unbewusste Erwartungen aufgrund meiner tollen Zeit in Afrika. Aber ich glaube ich habe auf Bali in der kurzen Zeit einfach zu viel gewollt. Ich wollte alles sehen, alles machen. Dabei war der Plan eigentlich nur surfen. Den musste ich aber über den Haufen schmeißen, da ich tiefer in die Kultur einsteigen wollte. Ich wäre unruhig gewesen, wenn ich nur am Strand gelegen und gesurft und nicht hinter die Kulissen geschaut hätte. Ich habe mir einfach zu wenig Zeit gegeben, in diese Kontrastwelt einzusteigen. In Guatemala habe ich schließlich auch mehrere Tage gebraucht, um mich auf das Leben einzulassen. Und nachdem ich mich hier einigermaßen zurechtgefunden habe, war die Zeit auch schon wieder um. Zudem habe ich die Highlights Lombok und Gillis aufgrund der Zeit auslassen müssen. Ich habe hier einfach falsch geplant - wobei gibt es das überhaupt? Schließlich hat doch alles seinen Grund.... Ich bin gespannt auf das Abenteuer Asien. Nach der Erfahrung auf Bali gibt es nur 2 Wege: ich werde es lieben oder ich werde es hassen. Ich glaube den Mittelweg gibt es nicht. Dafür polarisiert die Kultur zu sehr...

So ihr lieben, das war es auch schon wieder von mir. Auf geht's nach Singapur und somit zu meinen Mädels, die ich am Flughafen treffen und mit denen ich rund 3 Wochen reisen werde :-)

Es grüßt euch herzlich,
Eure Sandra

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