New Zealand II - my first travel impressions

Hallo Welt,

oder wie man hier so schön sagt: Kia Ora!

Die ersten Tage sind vergangen und ich habe heute etwas Zeit, um mich mal ein bisschen zurück zu ziehen. Die Kiwi Bus Tour ist vor einigen Tagen gestartet und somit jette ich von einem Spot zum anderen. Leider ist die von mir gewünschte Flexibilität durch diesen Bus nicht gegeben. Neuseeland ist total überbucht, verzeichnet die meisten Touristen seitdem Statistiken geführt werden. Eigentlich wollte ich meine typisch deutsche Organisation direkt zu Beginn über Bord werfen und total flexibel reisen. Das ist aber aufgrund der „Zustände“ hier nicht möglich. Somit durfte bzw. musste ich meine komplette Tour durch Neuseeland schon vorplanen… Ich habe meinen Schwerpunkt auf die Südinsel gelegt mit der Hoffnung, dass das Wetter mitspielt. Sonst kann es in dem ein oder anderen Örtchen, welche wunderbare Strände zum chillen haben, echt langweilig werden.

Grundsätzlich bin ich sehr ambivalent was dieses Busunternehmen betrifft. Zum einen aufgrund der oben genannten nicht vorhandenen Flexibilität. Dadurch hat auch der Bus nicht den versprochenen Komfort an Sitzen und WIFI, da zusätzliche Busse eingesetzt werden mussten. Zum anderen aufgrund der Tatsache, dass ich die Mutti im Bus bin. Es reisen überwiegend vollpubertierende nach-dem-Abi-und-ich-weiß-noch-nicht-so-recht-was ich-machen-soll-Jugendliche mit Hotpants aus denen die Pobacken rausschauen und bei denen Geld keine Rolle spielt – dank Papas Kreditkarte. Anders können die den hohen Alkoholkonsum aus meiner Sicht nicht finanzieren. Für ein Bierchen im Pub zahlt man nämlich gerne mal zwischen 8-10$. Und die sind jeden Abend volltrunken. Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen. Warum reise ich nach Neuseeland um mich jeden Abend zu betrinken? Da gibt es doch durchaus günstigere und schneller zu erreichende Ziele… Aber gut, das ist die Jugend von heute. Unsereins ist in diesem Alter 25h mit Rainbow-Tours zum Balaton gefahren, die Generation Z fliegt dafür nach Neuseeland…

Auf der anderen Seite bin ich mit der Route des Busses bisher sehr zufrieden, vor allem da ich nicht wirklich was geplant hab. Aber man fühlt sich schon ein wenig wie „betreutes Reisen“. Der Bus ist nicht nur ein reiner Hop On/Hop Off Bus, sondern Reiseführer und Guide in einem. Heißt – der Bus fährt nicht nur von A nach B, sondern hält auch noch an diversen Sehenswürdigkeiten auf der Strecke. „Betreutes Reisen“ auch daher, da die ganzen kleinen Mädels und Jungs somit auch noch einen Ansprechpartner bei diversen Themen und Problemchen haben. Zum Glück habe ich direkt zu Beginn nette Menschen kennengelernt und zudem einen coolen Sitznachbarn gefunden :-) Diese haben mich heute aber leider verlassen, da ich nicht die Tour in der Mindestzeit reise, sondern zum ersten Mal an einem Fleck (Kaiteriteri, Able Tasman) ein bisschen länger bleibe. Aber an dieses ständige Kommen und Gehen muss ich mich wohl leider gewöhnen… :-/


Hier mal ein paar Eindrücke von meinen ersten Tagen:

Am ersten Tag ging es von Auckland nach Hot Water Beach, mit Zwischenstop an der Cathedral Cove. Der Hammer sage ich euch!!! Diese Küste ist echt faszinierend und in ihrer Schönheit kaum zu beschreiben. Zudem habe ich mir den Hot Water Beach angeschaut – schon amüsant zu sehen wie die Touristen verschiedenen Altes wie kleine Kinder mit Schaufeln am Strand sitzen und sich einen heißen Pool buddeln. Und bei der nächsten starken Welle versuchen, ihre Bauten zu verteidigen (was natürlich nicht funktioniert) um dann wieder mit dem Buddeln anzufangen. Ich fand es sehr faszinierend, wie die heißen Quellen dort funktionieren.

Cathedral Cove

Cathedral Cove

Cathedral Cove

Hot Water Beach
Cathedral Cove
Cathedral Cove
Cathedral Cove
Am zweiten Tag ging es dann von Hot Water Beach nach Waitomo. Hier haben wir einen Stop an den Crumbling Caves sowie an den Karangahake Gorge Goldminen gemacht, bevor es dann zur Glühwürmchen-Höhle ging. Landschaftlich ist das hier echt ein Traum. Und die kurze Bootstour durch die dunklen Tropfsteinhöhlen mit dem Blick auf die Glühwürmchen war schon echt toll :-)

Karangahake Gorge Goldminen
Karangahake Gorge Goldminen
Waitomo
 Der nächste Stop war Rotorua, die Region der Ureinwohner „Maori“ in Neuseeland. Zudem blubbern in diesem Ort überall heiße Pools, Schwefel-Löcher und es dampft und muffelt an allen Ecken. Hier sieht man was es bedeutet, wenn zwei tecktonische Platten aufeinander stoßen und somit dieses einmalige Naturschauspiel bilden.

Rotorua
Rotorua
Danach ging es mit Zwischenstop am Redwood-Forest und den Noble Waikato Wasserschleuse nach Taupo, wo ich zum ersten Mal zwei Nächte geblieben bin. Hintergrund war der Tongariro Alpine Crossing, eine Wanderung mit rund 19,4 km durch die Vulkanlandschaft des Mount Doom (für alle Herr der Ringe Fans: der Schicksalsberg, in dessen Vulkan der Ring geworfen wurde – mehr weiß ich auch nicht, hab die Filme ja bekanntermaßen nicht gesehen ;-) ). Die Wanderung hat mich an meine körperlichen Grenzen gebracht. Ich wiederhole es gerne nochmal, 19,4 km, an einem Tag, genau genommen hab ich das in 7h gemacht, Bergauf, Bergrunter, Bergauf, Bergrunter. Meine Herren, ich war fix und fertig als ich diese Tour beendet habe. Es hat sich aber mehr als gelohnt. Für diese atemberaubende Aussicht habe ich gerne jede Schnappatmung und jeder Schmerz auf mich genommen.
Noble Waikato Wasserschleuse
Noble Waikato Wasserschleuse
Noble Waikato Wasserschleuse
Noble Waikato Wasserschleuse
Redwood Forest
Redwood Forest
Tongariro Alpine Crossing
Tongariro Alpine Crossing
Tongariro Alpine Crossing
Tongariro Alpine Crossing
Tongariro Alpine Crossing
Tongariro Alpine Crossing
Tongariro Alpine Crossing
Tongariro Alpine Crossing 
Tongariro Alpine Crossing
Tongariro Alpine Crossing
Tongariro Alpine Crossing
Anschließend stand die Fahrt von Taupo mit Stop am Taranaki Wasserfall nach River Valley an. Der Busfahrer beschrieb es als kleine Wanderung und einem wunschschönen Wasserfall. Beim letzten sollte er Recht behalten, nur eine „kleine“ Wanderung war es nicht. Nach dem Crossing am Vortag war jeder Hügel eine Qual, jeder Anstieg lies mich wieder an meinen Muskelkater erinnern und 1,5 h Stunden Fußmarsch sehe ich auch nicht als kleine an!

Taupo
Taupo
Taranaki Wasserfall
Taranaki Wasserfall
Taranaki Wasserfall
Am River Valley haben wir in einer kleinen Lodge direkt am Fluss übernachtet. Wunderschöne Landschaft, ein einsamer Fleck Erde mit einem sternenklaren Himmel und… ein Haufen pubertierender Kiwi-Reisende, die an diesem Flecken jede Hemmung haben fallen gelassen und exzessiv gefeiert haben. Mit freundlicher Unterstützung der Bardame, die den Haufen auch nochmal richtig angeheizt und Spielchen angestoßen hat. Oh man! Was Menschen alles für ein einziges Bier machen ist mir immer wieder unerklärlich… Die Mutti hat sich somit relativ früh von der Horde gelöst und ist schlafen gegangen, am anderen Tag stand nämlich eine der besten Rafting Touren der Welt an. Ich hab lange überlegt, ob ich das Geld investieren soll, aber für meine erste Rafting Tour konnte es eigentlich keinen schöneren Fleck geben! Und es hat sich mehr als gelohnt. Eine wundervolle Kulisse, ein rauer Fluss und viele kleine 2-er-Boote (der Wasserstand war zu niedrig für die großen Rafts). Ehrlich gesagt habe ich aber den Kraftaufwand unterschätzt und war nach 10 Minuten schon so im Eimer. Meine Bootskollegin, ein junges Mädel aus Hongkong, welche hinten im Boot saß und somit die Kommandos gegeben hat, hat sich immer wieder gewundert, warum ich zwischenzeitlich einfach nicht mehr paddeln konnte :-D Nach der Tour ging es dann nach Wellington, wo ich lediglich eine Nacht verbracht habe, da ich diese Stadt auf dem Rückweg noch passieren werde. Von Wellington sind wir dann mit der Fähre auf die Südinsel und direkt weiter zum nächsten Ort gefahren.
Rafting River Valley
Rafting River Valley
Jetzt sitze ich gerade in Kaiteriteri, Able Tsaman, direkt an der Strandpromenade und tippe ein wenig auf meinen Tasten für euch! Das Wetter ist sehr wechselhaft. Mal knallt die Sonne so stark, dass ich denke ich verbrenne. Dann weht ein so starker Wind, dass ich friere. Bin gespannt wie das Wetter in den nächsten Tagen wird, da ich mich hier für 4 Nächte eingecheckt habe…. Ich berichte ;-)

Kaiteriteri, Able Tsaman
Kaiteriteri, Able Tsaman
So ihr Lieben, ich verabschiede mich jetzt für die nächsten Tage!

Liebe Grüße ins kalte Deutschland,

Sandra

Kommentare

  1. Krass, wie mutig du bist, liebe Sandra, so ein Abenteuer alleine zu erleben. Gibt's dich auch bei integral? LG, Sabrina (Bastis Schwester)

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    1. Hallo Sabrina, schön von dir zu lesen :-) Ja, bin seit heute auch auf Instagram :-) Grüße an deine Familie, Sandra

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  2. Instagram sollte da stehen.

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