Cambodia - beautiful country with a lot of unexpected history

Hallo ihr Lieben,

leider ein wenig verspätet melde ich mich auch mal wieder zu Wort. Nachdem ich meinen Blog über Thailand hochgeladen hab, bin ich in den Innenhof meines Hostels in Saigon/Vietnam gegangen und habe dort Charlotte aus Belgien und Thijs aus Holland kennengelernt. Gestern, rund 2,5 Wochen später, haben sich unsere Wege erst getrennt und somit habe ich erst jetzt wieder "ein ruhiges Minütchen", um meine Erlebnisse aus Kambodscha herunter zu schreiben.

Hier somit meine Erlebnisse aus dem Königreich Kambodscha. Dem Land in dem eins der 7 Weltwunder der Neuzeit steht, wo Wäschereien mit sauberem Wasser und nicht mit sauberer Wäsche werben und wo das Bier nur 50 Cent kostet. Ich kann sagen: es war alles Roger in Kambodscha ;-)

Zu Kambodscha habe ich im Vorfeld immer ein kleines Schmunzeln im Gesicht gehabt. Nicht aufgrund des Landes, mit dessen Geschichte und Besonderheiten ich mich erst im Land beschäftigt habe. Ich muss dabei immer an meine Bachelor-Vorlesung im Fach Internationales Management denken. Unser Professor (an dieser Stelle viele Grüße :-) hat zu uns gesagt "wer international arbeiten will, muss sich auch international auskennen" - somit prasste ein Fragenhagel auf uns Studenten ein. Und ich war die Auserwählte, die gefragt wurde, was denn die Hauptstadt von Kambodscha sein. Äm ja, ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht mal wo es liegt, geschweige denn die Hauptstadt oder das Handelsbündnis, in dem Kambodscha sein könnte. Jetzt weiß ich es, für alle Unwissenden unter euch: Phnom Penh heißt die Hauptstadt. Aber so viel dazu...

Von Koh Samui ging es mit dem Flieger über Bangkok nach Siem Reap, dem Ort des Weltwunders Angkor Wat. Nicht ganz. Verpeilchen Sandra hatte nämlich nicht wie immer ein provisorisches Ausreiseticket organisiert (das kann man sich nämlich online für 24 h mieten) und wurde ausgerechnet dann zum ersten Mal auf der ganzen Reise tatsächlich danach gefragt. Und das nicht in Kambodscha sondern auf Koh Samui und die Herrschaften wollten mich doch tatsächlich nicht in den Flieger lassen. Nach mehr als 45 Minuten Verhandlung, Bitte-Bitte, einem "ich schwöre, ich geh rechtzeitig aus dem Land wieder raus" und der Überprüfung meiner Kreditwürdigkeit (ob ich mir denn eine Weiterreise überhaupt leisten könne) durfte ich dann doch in den Flieger, der bereits abflugbereit und geladen auf dem Rollfeld stand. Glücklicher Weise ist der kleine schnuckelige Flughafen auf Koh Samui so übersichtlich, dass ich mit dem Golf-Fahrzeug direkt zum Flieger gebracht werden konnte - Puhh... das wäre auch der Supergau gewesen :-D

Angekommen am Flughafen in Siem Reap habe ich mich brav an der Visum-Schlange angestellt und wurde problemlos ins Land gelassen. Meinem Abenteuer Kambodscha stand somit nichts mehr im Wege :-) An der Visum-Schlange habe ich ein Pärchen aus den USA kennengelernt, welches sich gerade auf ihren Flitterwochen befindet. Zufällig stellten wir fest, dass wir das gleiche Hostel hatten und da ich (manchmal bin ich doch organisiert) ein Flughafen-Shuttle im Vorfeld organisiert hatte, sind die beiden direkt mit ins Tuk Tuk gesprungen und wir sind gemeinsam zum Hostel gefahren. Die Sympatie war da und somit haben wir uns direkt für den nächsten Tag für einen Ausflug zum Angkor Wat verabredet :-)

Eingecheckt im Hostel habe ich aber generell nicht schlecht gestaunt. Nach meiner rund 8 monatigen Reise um den Globus war das mit das beste Hostel, was ich bisher hatte. Und das in Kambodscha. Verkehrte Welt. 6,50 € pro Nacht in zentaler Lage, mit Rooftop Pool, neuen Badezimmern und wirklich komfortablen Betten. Herrlich. Das lässt mein Backpacker-Herz gleich höher schlagen ;-)

Am anderen Morgen habe ich mich dann mit Aschley und Maik (das Pärchen aus den USA) sowie Jule (ein Mädels was ich über eine Facebook Gruppe kennengelernt habe) getroffen, um das Abenteuer Angkor Wat gemeinsam zu erleben. Gemietet haben wir uns für den ganzen Tag einen eigenen Tuk Tuk Fahrer, der uns an die von uns gewünschten Plätze gefahren hat. Angekor Wat ist nicht nur ein Tempel, sondern eine ganze Tempel-Anlage. Eine riesige Area mit unzähligen Tempeln, wovon der Tempel Angkor Wat als eins der 7 Weltwunder der Neuzeit ausgezeichnet wurde. Somit sind wir die Tempel Ta Prohm (bekannt aus Tomb Raider - Lara Croft war wohl die erste und einzige Frau ohne verdeckte Schultern und Knie in diesem Tempel ;-), Angkor Thom, Banteay Kdei und weitere besucht, die ich auf den Fotos aber nur noch schwer unterscheiden kann. Es war eine magische Stimmung, ein wirklich tolles Gefühl diese Tempel zu besuchen. Eine so filigrane Arbeit habe ich selten gesehen, jeder einzelne Stein ist verziert und mühevoll aufgearbeitet. Wahnsinn. Die im ca. 10. Jahrhundert erbaute Tempelanlage war zunächst eine hinduistische Kultstätte, hat sich aber zu einer buddhistischen Arena entwickelt. Und aus diesem Grund findet man hier viele Mönche, die beten und sich in den Anlagen aufhalten. Um die Besonderheit dieser Anlange ein einsem Satz zusammenzufassen nehme ich mal das Zitat vom portugiesischen Historiker Diogo de Couto, welcher als einer der ersten westlichen Menschen Angkor Wat in 1586 besichtigt hat. Seine Worte: Angkor Wat ist „so außergewöhnlich, dass man es weder mit einem Stift beschreiben, noch mit einem anderen Monument in der Welt vergleichen kann.“ Nachdem wir alle Tempelanlagen besichtigt haben, sind wir noch hoch auf einen Berg, um uns den Sonnenuntergang anzuschauen. Dieser war ebenfalls magisch. Jedoch waren wir leider ein bisschen zu spät auf dem Berg, sodass wir nur noch die vielen Rottöne am Himmel sehen konnten.

Tomb Raider Tempel Ta Prohm
Buddha und ich :-)
Tomb Raider Tempel Ta Prohm
magischer Ort...
schaut vor allem auf die Verzierungen auf den Steinen
ein magischer Ort
Es wird restauriert, da Teile der Tempel stark beschädigt sind
Tolle Bauwerke
Was für ein Baum...
Die Wurzeln der Bäume sind komplett in die Anlage hinein gewachsen
viel Moos auf den Steinen
eine der vielen Tempelanlagen
auch hier ist der Baum ein Bestandteil der Tempelanlage
mit dem Tuk Tuk durch die Tore der Tempel
einer von vielen Buddhas im Tempel
faszinierende Bauwerke

faszinierende Bauwerke
Das Tor zum Angkor Wat

Das Tor zum Angkor Wat
Angkor Wat
Ganzen Tag Sonnenschein und dann beim Foto des Tages zieht sich der Himmel zu - Angkor Wat udn ich :-)
Angkor Wat
Innenhof Angkor Wat
Reisegruppe Angkor Wat
Aussicht vom Turm - Angkor Wat
Angkor Wat
Sonnenuntergang auf einem Tempel-Berg
Abends ging es dann voll mit vielen Erlebnissen recht früh ins Bett. Ein wundervoller Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde. Am anderen Morgen hab ich erstmal ausgeschlafen und ein bisschen was für mich gemacht. Jule und ich hatten uns für Mittag für eine Tour zu den Floating Villages von Siem Reap verabredet. Hier wurden wir mit eine Boat durch die Dörfer gefahren, die nur auf Stelzen gebaut sind. Es gibt dort eine Schule, zu dem die Eltern ihre Kinder per Boot fahren. Märkte, Restaurants etc. alles auf dem Wasser errichtet. Faszinierend. Ähnliches habe ich schon am Titicaca-See in Peru gesehen, wobei die Menschen dort Inseln errichtet und nicht mit Stelzen gebaut haben. Dazu haben wir noch eine Bootstour durch den Floating Forest gemacht, was ebenfalls wirklich schön war. Leider hat sich der Himmel stark zugezogen und dadurch die See sehr rau gemacht, sodass wir nicht den Sonnenuntergang auf dem See Tonlé Sap sehen konnten. Es ging somit rechtzeitig zurück zur Anlegestelle, wobei wir jedoch auf dem Weg die Sonne haben ein wenig unter gehen sehen :-)
Straßenverkehr in Kambodscha ;-)
auf dem Weg zu dem Floating Village
Bootstour
die Schule des Dorfes
Wassertaxi
Häuser im Wasser, getragen von Stelzen
eine Menge Verkehr auf den Wasser-Straßen
kleine Vorgärten ;-)
ein kleines Mädchen am spielen...
Floating Village
Floating Market - verkauft wird aus dem Boot heraus
Der Tempel (im Hintergrund) und das Tempelschiff
Floating Village
Floating Village
kleine Kinder am spielen - Hafen für die Floating Forest Tour
Einheimische warten darauf, Touristen durch den Floating Forest zu fahren
Floating Village - auf dem Weg zum Wald
Floating Village - auf dem Weg zum Wald
Floating Village - auf dem Weg zum Wald
Floating Forest
Floating Forest
Floating Forest
Floating Forest
Floating Forest
Floating Forest
Unsere Steuerfrau im Floating Forest
Sonnenuntergang auf dem Rückweg von dem Floating Village
Am Abend haben Jule und ich am Pub Crawl durch Siem Reap teilgenommen. Eine wirklich lustige Gruppe, viele leckere Getränke und gute Musik haben die Nacht für uns zum Tag gemacht. Oh man... ich werde echt alt, so gut verträgt mein Körper diese Nächte auch nicht mehr :-D

internationale Pub Crawl Gruppe
internationale Pub Crawl Gruppe
Yolo-Bar - Ausgangs- und Endpunkt der Tour durch das Nachtleben von Siem Reap
Mit einem kleinen Kater sind wir dann am anderen Tag in den Bus nach Phnom Penh gestiegen, der Hauptstadt von Kambodscha. Angekommen sind wir bei Dunkelheit und Regen, wodurch wir nicht mehr viel gemacht haben. Es ging in ein Restaurant direkt am Mekong Fluss, wo ich mir köstlichen Wasserbüffel gegönnt habe. Am anderen Morgen ging es dann in ein Tuk Tuk, welches uns ein wenig durch Phnom Penh gefahren hat. Bevor es aber losging ein großer Schock. An meinem Rucksack baumelte, warum auch immer, nur noch ein Wanderschuh. Dabei war ich mir 100% sicher, dass ich den am Rucksack hatte, als ich den Bus nach Phnom Penh betreten hab. Somit bin ich fix zum Busunternehmen und habe dort eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Aber komischer Weise konnte mein Schuh nie gefunden werden, was mich richtig ärgert. Ich weiß, dass der Schuh im Bus sein muss, da ich in da auch rein gegeben hab. Aber die Herrschaften haben sich einfach mal doof gestellt und mich damit wirklich traurig gemacht. Ein normaler Schuh, OK, kann man nachkaufen und gut. Ein eingelaufender, perfekt sitzender Wanderschuh mit speziellen Einlagen nicht mal so eben. Zudem sind die Teile auch verdammt teuer.... Oh man, so langsam häuft sich die Liste meiner Verluste...
Präsidenten Palast in Phnom Penh
Präsidenten Palast in Phnom Penh
Familienausflug ;-)
Verkehrschaos in Phnom Penh - Jule hatte ein wenig Panik wegen der schlechten Luft, ich bin einfach eingeschlafen :-D
Das Ziel der Stadttour waren die Killing-Fields am Rande der Stadt. Mir wurde von vielen Backpackern gesagt, dass es eine Sache ist, die man gesehen haben muss. Also bin ich hin, ohne mir wirklich zuvor Gedanken gemacht zu haben, was mich erwartet. Und aus diesem Grund wurde ich echt umgehauen. Die Killing Fields von Phnom Penh ist eins der vielen Massengräber in Kambodscha, wo tausende von Kambodschanern in den 70er Jahren qualvoll von der eigenen Regierung umgebracht wurden. Der ehemalige Präsident Pol Pot kann nämlich als Hitler der Neuzeit bezeichnet werden. Er hat, nachdem er 1975 Präsident geworden ist, das ganze Land auf den Kopf gestellt. Für ihn waren Stadtmenschen "new people" bzw. Kapitalisten, die dem Land nicht gut tun. Somit hat er die Landbevölkerung mobilisiert und damit eine Armee gegründet und diese auf die Stadtmenschen angesetzt. Diese Menschen (überwiegend Ärzte, Lehrer, gebildete Menschen) wurden somit aus den Städten verscheucht. Aber nicht nur das. Unter der Anweisung von Pol Pot wurden diese Menschen, egal ob Mann oder Frau, Kind oder Greis, auf bestialische Art und Weise umgebracht. Mehr als 1,6 Millionen Kambodschaner (bei einer aktuellen Bevölkerung von 15 Mio sind das mal eben gut 10 % und man merke an, das waren die gebildeten Menschen des Landes) wurden durch Hinrichtung, Zwangsarbeit, Hunger und mangelhafte medizinische Versorgung umgebracht oder starben daran. Das Killing Field in Phnom Penh war eins dieser Orte, an dem Menschen umgebracht und danach in ein Massengrab geschmissen wurden. Umgebracht mit stumpfen Schägen auf dem Kopf mit den Gerätschaften, die gerade zur Hand waren. Keine Waffen, ein Schuss und Tod. Schläge, so lange man sich nicht mehr bewegt hat. Es gibt ein Museum mit Schädeln, die untersucht wurden wie die Menschen starben. Und wenn man sich die Schädel anschaut möchte man zugleich wieder wegschauen. Bestialisch. Ich werde auf die einzelnen Themen unter den jeweiligen Bildern noch ein bisschen detaillierter werden. Ich habe mir viel Zeit dafür genommen und auch alle Extrathemen meines Audio-Guide angehört. Ich war schockiert, traurig, ich war wirklich fertig. Für mich als Deutsche ist es unvostellbar, dass man nicht aus den Taten von Hitler gelernt hat. Unsere Generation hat noch mit dieser Zeit zu kämpfen, obwohl wir und unsere Eltern daran nicht beteiligt waren. In Kambodscha hingegen leben heute noch die Menschen, die das Regime unterstützt oder gar bei den Hinrichtungen mitgearbeitet haben. Und das ist für mich unvorstellbar. Die Menschen sind mit die freundlichste Nation, die ich erlebt habe. Leben in Armut. Mit einer derart krassen Geschichte. Aber sie leben, sie sind glücklich. Wir als Deutsche müssen uns nicht hinter unserer Geschichte verstecken. Wir können es nur besser machen und davon lernen (ich hoffe das tut auch die aktuelle AfD-Bevölkerung in DE...). Andere Länder haben auch ihre Geschichten, aber keiner achtet da so sehr drauf. Sei es Amerika, mit denen vielen Kriegen und Rassenkämpfe. Aber Hey, das zeigt von Macht und Stärke. Oder schauen wir mal zu unseren Nachbarn nach Holland, welche einer der größten Sklaverei-Geschichten in Afirka hat. Habt ihr das gewusst? Oder schauen wir nach Syrien, wo der eigene Präsident momentan sein Land ausrottet... Stalin in Russland hat mehr Menschen auf den Gewissen, als im ersten Weltkrieg insgesamt gefallen sind. Aber der böse Zeigefinger wird immer nur auf uns Deutsche gerichtet. Warum eigentlich?
Das Mausoleum der Killing Fields
eins der vielen Massengräber
ein Plakat mit den Gerätschaften der Hinrichtung
Eine grüne Wiese, die Hügel verraten aber, dass hier tausende Menschen begraben wurden
Bäume werden als Zeichen für Leben geplanzt
der See auf dem Gelände des Killing Field
eine Vitrine, die regelmäßig mit Kleidungsstücken befüllt wird, die an die Oberfläche des Bodens kommen
Detailansicht - man erkennt auch Kinder- und Baby-Kleidung
ein weiteres Massengrab, in dem überwiegend Kinder gefunden wurden

für mich der krasseste Moment - das ist der Baby-Baum. Babies wurden an diesen Baum geschlagen, die Füße gehalten, der Kopf gegen den Stamm. Schädelknochen und Gehirnfetzen wurden an diesem Baum gefunden, an dem mehrere hundert Baby qualvoll gestorben sind
die Klassifizierung der Schädel nach Geschlecht und möglicher Todesursache
die Klassifizierung der Schädel nach Geschlecht und möglicher Todesursache - deutlich zu sehen sind starke Einschläge bzw. Zerstörungen an der Schädeldecke
die Gerätschaften der Kambodschaner
Nach der kleinen Tour durch Phnom Penh ging es mit dem Bus weiter nach Sihanoukville. Für mich ein Moment innezuhalten und über die Erlebnisse nachzudenken. Was ich da gesehen hat, ist fernab jeglicher Vorstellungskraft. Es ist grausam und erschreckend. Es ist die Geschichte von Kambodscha, wodurch das Land heutzutage entwicklungstechnisch ganz weit zurück liegt.

Sihanoukville war für mich der Zugang zu den Inseln Koh Rong und Koh Rong Samloem, den Strand-Paradiesen in Kambodscha. Am ersten Tag habe ich mir Sihanoukville angeschaut, hatte mich aber schnell satt gesehen. Nicht schön, dreckig und einfach nicht mein Fleck Erde. Somit habe ich mir ein wirklich köstliches Mittagessen und eine Khmer-Massage gegönnt :-) Zudem habe ich meine weitere Reise geplant und mir ein Hostel auf Koh Rong Samloem gebucht - die andere Insel war leider schon so gut wie ausgebucht.... Die Nacht war auch mal wieder ein Abenteuer. Ich hatte mir extra einen Damen-Schlafsaal gebucht, um ein wenig Ruhe zu genießen. Meine chinesische Mitbewohnerin mit Ferkel-Handy-Hülle (diese Gesellschaft wird auch nie Erwachsen ;-) hat geschnarcht wie eine Kettensäge und somit meine Nacht nicht wirklich angenehm gemacht. Ich kann ja echt immer und überall schlafen aber diese undefinierbaren Geräusche konnte ich nicht verarbeiten... ;-)
Strand von Sihanoukville
Strand von Sihanoukville
Strand von Sihanoukville - die Kehrseite der Medaille
Gerüstbau in Kambodscha :-D
was so alles mit einem kleinen Moped transportiert werden kann...
Kreisverkehr in Sihanoukville
Handyhülle meiner chinesischen Zimmernachbarin :-D
Am nächsten Tag ging es dann nach Koh Rong Samloem. Mit dem Boot habe ich mich zu meinem Hostel fahren lassen, welche komplett abgelegen und außerhalb der Zivilisation, dafür aber inmitten einer wunderschönen Natur angesiedelt war. Aufgrund des hervorragenden Wetters bin ich direkt ins Wasser - nicht ganz. Ich Paddelchen habe natürlich meinen Bikini in Sihanoukville auf der Wäscheleine vergessen. Na super. Mache ich Strandurlaub - vergesse ich Bikini. Glücklicherweise hatte ich noch einen Sportbikini im Gepäck, den ich dann nutzen konnte. Nicht ganz so hübsch aber pragmatisch gut. Im Wasser habe ich ein bisschen in einer Hängematte gechillt bis es angefangen hat zu Regnen. Da meine Sachen am Strand lagen bin ich schnell aus dem Wasser geflitzt und hab diese ins Zimmer gebracht. Eigentlich wollte ich dann direkt duschen gehen aber irgendwas hat mich wieder zurück ins Wasser geschickt. Und das war mal wieder ein wirklich toller Zufall. Im Wasser lerne ich ein paar Leute kennen, die mit Bier den Regen getrotzt und mich zu einer Dose eingeladen haben. Und somit hatte ich Buddys für den kompletten Aufenthalt auf der Insel :-) Nachdem wir ein paar Bier verputzt hatten, ging es am Abend gemeinsam an die Bar. Und danach ins Wasser. Die Insel hat eine Besonderheit bei Nacht. Plankton. Der Himmel war zu bedeckt, sodass es nicht automatisch geleuchtet hat. Durch schnelle Bewegungen im Wasser allerdings haben wir die kleinen Punkte zum leuchten gebracht und es war einfach toll :-)
Strand von meinem Hostel
Strand von meinem Hostel - Hängematten im Wasser
Hängematten im Wasser
meine Bier-Crew aus Canada, England und Australien
Feuershow am Abend vom Personal und den Einheimischen
Am anderen Tag war Mistwetter und somit nicht viel zutun auf der Insel. Ich habe ein wenig meine Fotos sortiert - mehr ging nicht. Unter dem Motto "No Wifi - make friends" wird das Hostel geführt und somit waren werden Buchungen möglich, noch Blog schreiben...

Abends gab es dann noch 1,2 Bierchen mit meiner Truppe, bevor ich mich daber dann zeitnah ins Bett verabschiedet habe. Am anderen Morgen wartete schließlich die Fähre zurück nach Sihanoukville auf mich. Ein toller Aufenthalt - aber defintiv zu kurz. Und am Tag meiner Abreise wurde ich noch mit einem tollen Sonnenaufgang überrascht und herrlichstem Wetter. Da wäre gerne noch länger hier geblieben oder auf die andere, zivilisiertere Insel gegangen.

Sonnenaufgang am Strand von Koh Rong Samloem
Aussicht von der Bar meines Hostels
die Terrasse meines Hostels
das Motto des Hostels :-)
Nachdem ich zurück in Sihanoukville war, bin ich direkt in meinen Bus nach Phnom Penh gestiegen. Ich hatte mir die Idee in den Kopf gesetzt, mit dem Boot nach Vietnam zu fahren. Und daher habe ich den Weg zurück in die Hauptstadt genommen, um von dort aus über den Mekong Fluss nach Chau Doc in Vietnam zu fahren.

Am anderen Morgen ging es dann nach einem langen Frühstück auf der Boot Richtung Chau Doc. Ich hab nicht schlecht gestaunt. Es war nur ein deutsches Ehepaar und ich Passagier, das Boot somit komplett leer. Es war kein günstiger Spaß aber irgendwas stimmt hier doch nicht. Ich hab mich im Internet dumm und dämlich nach der günstigsten Verbindung gesucht und als ich auf meinem teueren Boot saß, sah ich die Lösung an mir vorbei fahren. Halber Preis, zwar bis zum Anschlag voll, aber da hätte ich gut sparen können. Naja... dafür hatte ich den Platz vorne auf dem Boot und damit verbunden eine angenehme Ruhe für mich alleine :-) Die Fahrt war schön, der Fluss besonders. Vor allem der letzte Teil war spannend, da ich das Leben der Menschen am Fluss erleben durfe. Man wäscht, spielt, fischt. Man lebt an, in und mit diesem Fluss.

mein Logenplatz auf dem Boot
die Aussicht vom Boot auf den Mekong Fluss
der Mekong Fluss
der Mekong Fluss
Der Bootstour-Organisator am Pier hatte mir noch ein Busticket von Chau Doc nach Ho Chi Minh (Saigon) verkauft und das lag mir schwer im Magen. Ich wusste nicht warum, aber mein Bauch sagte Abzocke. Und so war es auch. Angekommen in Chau Doc sah ich die Preise und ich war wirklich wütend, das 2,5. Mal auf meiner Reise (1,0 nach meinem Handydiebstahl und 0,5 aufgrund meines Schuhs). Erst bei der Bootstour rund 20 Dollar zu viel gezahlt (was sich aber aufgrund der Ruhe gelohnt hat - die Einsicht hab ich aber erst im Nachhinein bekommen ;-) und dann beim Busticket um 10 Doller abgezockt. Zudem war ich mir auch nicht sicher, ob da überhaupt jemand mich in den Bus lassen wird ;-) Das Ende der Geschichte und die Erlebnisse aus Vietnam gibt es dann im nächsten Blog-Artikel :-)

Kambodscha, was soll ich zusammenfassend dazu sagen... Ich war positiv überrascht, hatte das, was ich erlebt habe, nicht erwartet. Das magische Angkor Wat, die tolle, lebhafte Stadt Siem Reap. Die Traumstrände von Koh Rong, die ich mit Kambodscha nie in Verbindung gebracht hätte. Aber auch die Geschichte hat mich extrem bewegt. Das Land hat eine ganz besondere Schönheit, die nicht auf dem ersten Blick zu sehen ist. Die Menschen eine Freundlichkeit, die kaum zu übertreffen ist. Dazu eine wirklich gute Küche :-) Grundsätzlich habe ich mich auch sicher gefühlt, wobei man aus den Großstädten wie Phnom Penh, Siem Reap und Sihanoukville schon viele Horrorstories hört. Ich habe so gut es geht vermieden, Wertsachen öffentlich zu zeigen sowie keine Umhängetaschen verwendet, die gerne mal von vorbeifahrenden Motorrollern weggerissen werden. Somit war alles gut. Ich ärgere mich allerdings, dass ich nicht mehr Zeit eingeplant bzw. eine andere Route gewählt habe. Ich war zu oberflächlich und routentechnisch kompliziert unterwegs. Und das ist verdammt schade. Wer nach Kambodscha reisen will meldet sich bitte bei mir, jetzt weiß ich, was der richtige Weg und die richtigen Orte gewesen wären ;-) 

Das war es auch wieder von mir. Der nächste Bericht mit dem ersten Teil meiner Erlebnisse aus Vietnam folgt ganz bald :-)

Es grüßt euch herzlich,
eure Sandra

Kommentare

  1. Ein kleiner Tipp, was die Hängematte angeht: Es gibt Hängematten, die sind quasi überdacht. Die haben einen Regenschutz. Ich habe mir so eine Outdoor-Hängematte zum Beispiel von http://haengemattenshop.com/ gekauft. Bin total damit zufrieden, da geht kein einziger Tropfen rein, wenn man anständig zugemacht hat :)

    AntwortenLöschen

Kommentar posten

Beliebte Posts aus diesem Blog

Maledives - perfect ending of my travel time

Sri Lanka II - round trip through this beautiful country

New Zealand IV - my backpacking life (Part II)