New Zealand VI - it was a pleasure to explore you

Kia Ora,

ich grüße euch herzlich aus Australien.

Das Abenteuer Neuseeland ist nämlich beendet. Es war einfach wunderschön.
Aber ehrlich gesagt bin ich ein wenig traurig. Ich war noch nicht bereit abzureisen. Ich bin mit dem Land noch nicht fertig. Es gibt noch so viele schöne Ecken, die ich sehen, so viele tolle Wanderungen, die ich machen und so viele besondere Menschen, die ich kennen lernen möchte. Ich muss somit wiederkommen, ganz bald sogar, ggf. zum Ende meiner Tour?! So eine Anziehung zu einem Land hatte ich noch nie, Neuseeland hat mich gefesselt und ist mit viel Charme tief in mein Herz gestiegen…

20.971 km Flugweg von Düsseldorf über Dubai und Melbourne nach Auckland
4.641 km Roadtrip mit dem Kiwi-Bus durch Neuseeland
42 Tage voller Abenteuer, tollen Städten, faszinierender Natur und besonderen Menschen

Danke Neuseeland – das ist der beste Start den es gibt für mein großes Abenteuer Weltreise. Aber ich vermisse dich jetzt schon und werde wiederkommen – versprochen!

Mein letzter Bericht ist aus Wellington – einzig die wohl beste Partynacht in Neuseeland ist zu dieser Stadt noch hinzuzufügen ;-) Geplant war ein Abendessen mit Anja, geworden ist es eine lange und wilde Partynacht in den Clubs der Hauptstadt. Einfach lustig. Wellington hat es mir aber nicht nur wegen der Partynacht angetan, auch weil die Stadt einfach so viel Charme hat. Ein tolles Museum, in dem ich Stunden verbracht habe. Ein schöner Botanischer Garten, eine lebhafte Innenstadt und einen schönen Hafen. Das könnte durchaus ein Städtchen sein, in dem ich wohnen könnte ;-)

Botanischer Garten in Wellington - Selbstauslöser 10 Sekunden kann verdammt kurz sein, wenn man dann noch zum Fotomotiv rennen muss ;-)

Nach Wellington bin ich zum zweiten Mal in Taupo gewesen. Beim ersten Mal hatte ich nicht die Möglichkeit die Stadt großartig zu erkunden, da ich den Tongaroiro Crossing gemacht habe. Übernachtet habe ich dieses Mal nicht einem Partyhostel, sondern in einer kleinen süßen Unterkunft welche auch zur YHA-Kette gehört. Der erste Abend verlief sehr ruhig aufgrund der Party in Wellington am Vortag – der zweite Tag hingegen war echt schön. Das Wetter war nicht wirklich gut, sodass ich mit 3 Herren ins Schwimmbad gegangen bin. Im Anschluss haben wir groß eingekauft und ein schönes Abendmahl gezaubert. Wie glücklich man nach gutem Essen ist – unbezahlbar :-)


Taupo
Nach meinem zweitägigen Aufenthalt in Taupo ging es nach Rotorua. Ebenfalls einem Örtchen, welches ich auf meinem Weg Richtung Süden schon einmal kurz passiert habe. Ja und wie der Zufall es so will treffe ich dort an der Rezeption Jenny, ein nettes Mädel aus Deutschland, die seit mehreren Wochen durch Neuseeland reist. Geplant hatte Sie eigentlich weiter in Neuseeland zu bleiben - spontan haben wir diese Pläne aber umgeschmissen und wir werden zusammen Australien erkunden :-) In Rotorua habe ich mir dann auch mal einen Wellnesstag gegönnt und mich in einem der weltweit TOP 10 Spa-Areale eingecheckt. Naturpools mit Temperaturen von 36-42 Grad Celsius mit einem perfekten Blick auf den Lake Rotorua - ein Träumchen (auch für meinen Rücken) :-)

Wellness im Polynesian Spa in Rotorua
Wellness im Polynesian Spa in Rotorua
Wellness im Polynesian Spa in Rotorua
Wellness im Polynesian Spa in Rotorua
Wellness im Polynesian Spa in Rotorua
Auf dem Weg nach Auckland hat der Kiwi Bus an einer Kiwi-Aufzuchtstation angehalten und ich habe am Ende meiner Reise doch noch endlich eins der Nationaltierchen lebend sehen dürfen. Da die kleinen Viecher unter Artenschutz stehen und nachtaktiv sind, durfte ich leider kein Foto machen, da ein Blitz in der Dunkelkammer erforderlich gewesen wäre…


Nach einem kurzen Zwischenstop in Auckland ging es dann an die Nordspitze Neuseelands, nach Paihia bzw. zum Bay of Island. Eine Traumkulisse auf Postkarten. Leider hat das Wetter bei mir nicht so mitgespielt, aber trotzdem war es unbeschreiblich schön. Nicht daran zu denken wie es bei Sonnenschein gewesen wäre. Neben einem Tagesausflug an die Nordspitze, wo die Tasman See auf den Pazifik stößt habe ich auch noch eine Bootstour durch die kleinen Inseln bis zum "Hole in Rock" gemacht.

Cape Reinga - Tasman See & Pazific Ocean
Cape Reinga - Tasman See & Pazific Ocean
Der Norden Neuseelands
Bootstour Bay of Island
Bootstour Bay of Island - Hole in the Rock
90 Mile Beach
Meinen letzten Abend in Neuseeland habe ich wiederum in Auckland verbracht, da ich von dort aus auch den Flieger nach Melbourne genommen habe. Meine einzigartige Tour durch das wundervolle Land Neuseeland habe ich mit Jenny mit Sushi und einem Fläschchen Wein am Hafen ausklingen lassen.



Gerne möchte ich zum Ende des Neuseelandtrips euch noch ein bisschen tiefer in meine Backpackerwelt einsteigen lassen sowie das Leben auf diesem tollen Kontinent vorstellen:


- An meine Schwimmmädels: hier gibt es genau das, was wir uns sehnlichst in DE wünschen: Bahnen im Schwimmbad nach Geschwindigkeit abgetrennt inkl. Pfeilen wie man genau schwimmen muss!
- Gefühlt ist Neuseeland aber auch ein Land der Arbeitsbeschäftigung. Die Anzahl der Bademeister in einem Schwimmbad könnte einen ganzen Nordseestrand versorgen. Aber auch werden anstelle von Baustellenampeln Menschen eingesetzt, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als das Schild was Sie in der Hand halten von Stop auf Go und zurück zu drehen.
- Individualismus wird hier in Neuseeland bereits groß geschrieben. OK, hier leben auch nur 4,5 Mio Menschen, die versorgt werden müssen, Aber das Thema „Create your own…“ liest man an jeder Ecke, ob im McDonalds der eigene Burger konfiguriert oder in anderen Läden eigene Wraps oder Salate zusammengestellt werden können. Einfach nett.
- Kiwis sind einfach freundlich, sympathisch, offen. Das ist gar kein Vergleich zu uns Deutschen. Wenn ich die Menschen anlächle, bekomme ich ein sehr herzliches und freundliches Lächeln zurück. Das müsst ihr mal in Deutschland ausprobieren… Da schauen dich die Menschen verstört an, fragend „Kenne ich die?!“ oder „habe ich einen Fleck auf meiner Jacke oder warum grinst die so blöd?!“. Aber hier ist das einfach ein allgemeines Lebensgefühl… :-)
- in Restaurants oder auch Diskotheken gibt es stilles Wasser kostenlos dazu. Wenn ich so an die ein oder andere Partynacht in Deutschland denke, in der ich um die 5 € für ein Schlückchen Wasser bezahlt habe...

Mein Backpackerleben hat sich auch wunderbar eingespielt. Meine Ruhezonen bildet z. B. auch der Supermarkt. Ich liebe Supermärkte. Auch in Deutschland habe ich viele Stunden im Monat in Supermärkten geschummelt. Aber hier ist das natürlich richtig spannend. Was essen die Menschen am anderen Ende der Welt? Wie sind die Märkte aufgebaut? Und worauf legen die Menschen hier wert? Das Neuseeland einen viel zu hohen Plastiktütenkonsum hat, ist auch in diversen Rankings zu finden. Aber jetzt weiß ich auch warum. Alle Einkäufe werden von separatem Personal (da sind wir wieder bei der Beschäftigungstherapie) in unzähligen Plastiktüten gepackt.

Nuss- und Süßigkeitenregale zum Selbstbedienen
Ja, das ist Frischfleisch für Hunde. Separat platziert und selbstverständlich gekühlt.
Wie ich auch in Deutschland muss ich hier immer wieder feststellen, dass hungrig in einen Supermarkt zu gehen keine gute Idee ist. Vor allem wenn man Low Budget reist, leckere Steaks in den Frischetheken sieht oder sich auch mal wieder etwas Süßes wünscht. Somit irre ich alla Samson von "Chip und Chap" im Käserausch durch den Supermarkt und verfalle den ganzen leckeren Sachen (ohne es aber kaufen zu können). Ja auch bei Käse, hier ein Luxusgut welches man sich nicht mal eben leistet...

Ein großer Wunsch von mir war ja ehrlich gesagt zum Frühaufsteher zu mutieren. Aber bereits auf dem Hinflug nach Auckland habe ich in einem Bericht gelesen, dass das genetisch vorbestimmt ist. Und somit hab ich dieses Ziel relativ schnell aus meinem Kopf geschlagen und genieße einfach mal keine Verpflichtungen zu haben und auszuschlafen (wenn die Hostel-Check-Out-Zeiten es erlauben...) :-)

Zu den anderen Reisenden kann man Bücher schreiben. Grundsätzlich trifft man an jeder Ecke Deutsche aber auch die Briten sind sehr viel unterwegs. Zudem findet man an jedem Fleck Busse voller Asiaten, was die ein oder andere Traumkulisse zu einem nervigen Fleck verwandelt. Aber ich kann euch alle beruhigen, Skandinavier sind nicht alle so hübsch wie die der schwedischen Königsfamilie, aber dafür sehr gebildet. Generell bin ich der Meinung, dass wir Deutschen neben den Franzosen das schlechteste Englisch sprechen. Das liegt aber vor allem daran, dass es von uns einfach zu viele gibt und wir den Luxus genießen, dass jede Serie und jeder Film fein säuberlich ins deutsche übersetzt wird. Andere Nationen haben lediglich Untertitel und werden bereits von Kind an mit der Sprache vertraut gemacht. Asiaten vor allem Chinesen sind nervig, einnehmend und ekelig. Ausnahmen erkenne ich bei Japanern und Menschen aus Malaysia. Die wirken anders, zivilisierter. Aber ich denke der Kulturunterschied zwischen Asiaten und westlich geprägten Menschen ist dafür auch einfach zu groß. Wie wohl die Asiaten über uns denken?! Welche Nation mich positiv überrascht sind Kanadier, super sympatisch und offen genau so wie Holländer. Macht einfach Spaß mit denen zu reisen und Zeit zu verbringen :-)

So, das wars aus Neuseeland, die ersten Eindrücke aus Australien folgen :-)
Aber so viel sei gesagt, es gibt ganz tolle Bilder und viele tolle Geschichten ;-)

Liebe Grüße,
Sandra

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